Mittelstufenkonzept

Konzept für die pädagogische Arbeit in den Mittelstufenklassen
Geplanter Beginn Schuljahr 09/10 mit der 4. und 5. Klasse
Dieses Konzept bezieht sich auf die Klassenstufen 4-7 der Deutschen Schule Tingleff.

Gliederung:

  1. Vorwort mit Beschreibung der Ausgangssituation
  2. Merkmale des individualisierten Unterrichts
  3. Zielsetzungen
  4. Die Wochenplanarbeit und das Logbuch
  5. Das Methodentraining und die Lernspiralen
  6. Entwicklungsgespräche
  7. Organisatorisches zum Unterricht
  8. Die Rolle der Klassenlehrerin/des Klassenlehrers
  9. Abschließende Bemerkung

1.) Vorwort mit Ausgangsbeschreibung

Kinder der beiden JÜL – Gruppen, die die Mindeststandards für das 3. Schuljahr erfüllen, werden zu Beginn ihrer Mittelstufenzeit in einer neu zu bildenden 4. Klasse zusammengefasst. Obwohl im Vergleich zu den jahrgangsgemischten Gruppen der Grundschule die Kinder des 4. Jahrganges nun ungefähr in einem Alter (altershomogen) sind, so heißt das auf keinen Fall, dass alle auf dem selben Leistungsstand sind. Jedes Kind ist individuell zu sehen und bringt ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit: Die Muttersprache, die Auffassungsgabe, die Leistungsmotivation, die Konzentrationsfähigkeit, das Interesse für bestimmte Unterrichtsinhalte, das Arbeitstempo – all diese Faktoren, um nur einige zu nennen, machen es erforderlich, dass die Unterrichtsinhalte und Anforderungen für die Kinder individuell zu gestalten sind.

2.) Merkmale des individualisierten Unterrichts

Diese Kinder, die durch den Unterricht in den JÜL – Gruppen geprägt sind, haben überwiegend gelernt, ihr eigenes Leistungsvermögen zu sehen und nicht das der Gruppe. Maßstab ist also nicht das durchschnittliche Klassenergebnis, sondern der Bezugswert ist die eigene Person. Die Kinder stellen sich die Frage: Was konnte ich vorher, was kann/leiste ich jetzt? Die meisten Schülerinnen und Schüler werden dabei mit Stolz eine Weiterentwicklung erkennen. Wenige Ausnahmen müssen mit Hilfe der Pädagogen Ursachenforschung betreiben, um zu erkennen, was sie ändern müssen, um zukünftig ebenfalls erfolgreich zu sein.

Zum Thema Erfolg hat Goethe einmal gesagt: „Erfolgreich zu sein setzt zwei Dinge voraus: „Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.“

3.) Zielsetzungen

Ein zunehmend individualisierter Unterricht, also ein Unterricht, in dem die Anforderungen an die Kinder unterschiedlich sein müssen, weil auch ihre Leistungsstände unterschiedlich sind, gewährt den Kindern auch mehr Verantwortungsübernahme und Entscheidungsmöglichkeiten.

Es werden Leistungsnachweise durchgeführt, bei denen versucht wird, den Leistungsstand des einzelnen Schülers zu berücksichtigen.

Die Schüler werden mithilfe des Logbuches und der Lehrperson angeleitet, sich selbst Ziele zu setzen und diese zu überprüfen.

4.) Die Wochenplanarbeit und das Logbuch

Mit Beginn des vierten Schuljahres erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Logbuch, in dem sie Woche für Woche ihren Lernprozess dokumentieren. In weiteren Spalte notieren sie sich Erinnerungshilfen für die häusliche Arbeit, z. B Hausaufgaben, mitzubringendes Material, abzugebende Elternbriefe usw. Die Klassen- und Fachlehrer geben den Kindern ein kurzes schriftliches Wochenfeedback über das Arbeits- und Sozialverhalten sowie die mündliche Mitarbeit. Diese Eintragung ist dann am Wochenende auch von den Eltern zu unterschreiben.

5.) Das Methodentraining und die Lernspiralen

Ab der 4. Klasse erlernen die Schüler an fünf gleichmäßig auf das Schuljahr verteilten Methodentagen Arbeitstechniken, die für das selbstständige Lernen unerlässlich sind. Jeder Methodentag widmet sich einem bestimmten Thema, z.B. der Organisation des Arbeitsplatzes
oder der Vorbereitung auf Klassenarbeiten. Die Methodentage bauen aufeinander auf, und deren Inhalte werden immer wieder im Fachunterricht angewendet. Das Gesamtkonzept zum Methodentraining ist als eine Einheit zu sehen

6.) Entwicklungsgespräche

Auf der Basis des Logbuches und eines vom Schüler ausgefüllten Reflexionsbogens findet pro Halbjahr ein Gespräch zwischen Klassenlehrer/in und Schüler/in statt. Dabei wird überprüft, ob die kurz- und langfristigen Ziele erreicht wurden. Falls Ziele nicht erreicht wurden, werden gemeinsam die Ursachen erörtert. Das Gespräch schließt damit ab, dass neue, übergeordnete Ziele für das nächste Halbjahr formuliert werden.

7.) Organisatorisches zum Unterricht

Der Schultag beginnt mit einer 15minütigen Lesezeit für die ganze Schule. Daran schließt sich nahtlos der Fachunterricht an. An drei Tagen findet der Unterricht für die Fächer Deutsch, Mathe und Dänisch als Doppelstunde für die Wochenplanarbeit statt. In diesen Stunden arbeiten die Schüler eigenständig an ihren Wochenplanaufgaben und der Lehrer hat eine beratende Funktion.

An fünf Tagen im Jahr findet das ganztägige Methodentraining statt. Einmal pro Jahr wird sowohl eine Projekt- als auch eine Vorhabenwoche durchgeführt. In der Projektwoche wird klassenübergreifend an einem Thema gearbeitet, in der Vorhabenwoche beschäftigt sich jede Klasse mit einem Thema aus dem Bildungsplan. Der Weihnachtsfeier geht eine mehrtägige intensive Probenphase voraus.

8.) Rolle des Klassenlehrers

Der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin übernimmt möglichst mehr als 10 Stunden in der Woche in der eigenen Klasse. Innerhalb der Verfügungsstunden findet die Auswertung der Logbucharbeit statt. Die Klassenlehrer haben die Freiheit, ihre Stunden flexibel zu planen. So ist es z. B. möglich, in einer Woche Erdkunde intensiv zu bearbeiten, dafür aber in der darauf folgenden Woche nicht.

9.) Abschließende Bemerkungen

Elemente aus der Jül-Arbeit werden in der Mittelstufe aufgegriffen und altersgemäß weiterentwickelt.   Für Schüler, die das Lernen anderer stören, werden besondere pädagogische Maßnahmen ergriffen.

Die Schüler sollen lernen, über ihr Lernen nachzudenken und den Lernprozess schriftlich auszuwerten. Immer wieder sollen sie Gelegenheit erhalten, selbstständig Unterrichtsprodukte zu erarbeiten, die sie mit Stolz präsentieren können. Die Lehrerinnen und Lehrer werden die Schüler nach besten Kräften auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit beim Lernen begleiten.

Wichtige Termine

20.02.2012

  1. 8. Klasse - introkursus/brobygning
  2. 9. Klasse Projektopgave + 10. Klasse OSO

Today

  1. Vorlesewettbewerb in Apenrade
    • Start time: 14:00

24.02.2012

  1. Fasching Kl. 0-4
    • Start time: 08:00
  2. 5. + 6. Schlittschuhlaufen
    • Start time: 08:30

25.02.2012

  1. Präsentationen der Projektaufgaben 9. + 10.
    • Start time: 08:00

26.02.2012

  1. 10. Kl. + Nic/JK Skireise